Nationale Regatten

Phantastphänomale Segeltage

Carsten Kemmling gewinnt die Kieler Woche

Kiel. Sie kamen, um zu siegen und sie taten es auch – Das Master Team von Carsten Kemmling mit Peter Stein und Matthias Adamczewski beendet die traumhaften Segeltage auf der Kieler Förde als souveräner Sieger der KiWo 2019!

Mit zwei Ersten und einem Zweiten zog das Team mit 6, bzw 16 Punkten Vorsprung an den Mitstreiten um Platz eins vorbei. Zweiter wurde Philipp Bruhns mit Valentin Gebhardt, Moritz Bruhns und Max Wohlfeil (alle Berliner Yacht-Club) vor der am Anfang führenden Procedes Diva vom SKWB e.V. mit Björn Beilken, Alexander Beilken, Jork Homeyer und Tobias Teichmann.

Kemmling, der sonst in der Segelbundeliga eher zu den „erwachseneren“ Seglern gehört, wollte für die Klassenregatten gern auch mal unter seinesaltgleichen segeln und hatte als Crew oben benannte Masters gewonnen.

Beim Training gewonnen…

„Klar sind wir hier angetreten, um zu gewinnen, aber gleichzeitig soll das auch ein Warmlaufen und ein Test für St. Petersburg sein“, erklärte Kemmling vor der Regatta. Dies ist dem Team schlussendlich gut gelungen.

Aber auch Claas Lehmann vom Blankeneser Segel-Club (gesamt Vierter) mit Fabienne Oster, Hinnerk Müller, Maximilian Kurfürst und Björn Athmer hatte immer wieder die die Nase vorn, genauso wie Lukas Feuerherdt, der mit Florian Dziesiaty, Tom Stryi und Marvin Schlesiger (Blankeneser Segel-Club) den dritten sowie den letzten Lauf gewonnen hatte und am Ende als Fünfter von der Kieler Woche heimfährt. Christoph Cornelius vom Joersfelder Segel-Club mit Alisa Kirilyuk , Oliver Szymanski und Dustin Baldewein wurde mit insgesamt einem Tagessieg Sechster.

Schnellstes reines Frauenteam wurde Corina Thiermann von der Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne mit Andrea Loth , Anke Scheuermann Anke , Karla Dörffler und Amelie Werneyer auf Platz 20.

Stärkstes Feld bei den Kielbooten

Die Kieler Segeltage hatten alles daran gesetzt, um den Gesetzmäßigkeiten des speziellen KiWo-Wetters zu widersprechen- Sonne, Temperaturen über 25 Grad und am Ende auch noch richtig viel Wind machten Kiel zu einem phantastphänomalistischen Erlebnis. Die J70 waren mit 40 Booten nicht nur die stärkste Kielbootklasse der Kieler Woche, sie waren auch mit einem namhaften ernstzunehmenden Feld auf hohe Niveau angetreten.

Vor allem der letzte Tag der Kieler Woche gehörte zu den „Besser geht’s nicht“ Segel-Tagen. 3 Rennen bei bis zu 30 kn Wind und Temperaturen von 29 Grad – da schlagen Seglerherzen in einer Frequenz, die sonst kaum zu erreichen ist. Auch der erste Segeltag hatte schon ‚erste Sahne Segeln‘ mit sich gebracht – bei Wind von 16 bis 22 Knoten draußen am Kieler Leuchtturm auf Bahn Delta.

Inner – oder  – Outer Loup?

Wermutstropfen hier war die dritte Wettfahrt, die am Ende annulliert wurde, weil nicht ganz klar geworden war, ob inner oder outer Loup gesegelt werden sollte – mit dem Ergebnis, dass die eine Hälfte außen und die andere Hälfte innen das Trapez abgesegel war. Segeltag Numero 2 brachte zunächst Flaute und dann im Abendlicht optische malerische, aber windtechnisch eher laue Wettfahrten.

Und so war dann am Ende von allem etwas dabei und gewinnen konnte nur der, der mit allen Bedingungen gut zurecht kam – bei wenig Wind, bei Drehern und bei viel Wind.

Ergebnisse

Text: Sina Entzminger Wolf | Bilder: Sven Jürgensen

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